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Geschichte des Clickertrainings

Obwohl es im deutschsprachigen Raum erst ungefähr seit Mitte der neunziger Jahre an Bekanntheit zunimmt, ist das Clickertraining nicht so neu, wie man vielleicht vermuten würde. Karen Pryor, eine mit einem Meeresbiologen verheiratete Amerikanerin, sah sich 1963 mit dem Problem konfrontiert, Delphine für eine Show trainieren zu müssen, um die finanziellen Mittel für die Forschungsarbeit ihres Mannes zu sichern. Mehrere Trainer hatten es bereits versucht, aber bisher hatten eher die Delphine die Menschen trainiert, ihnen Fisch zu geben, ohne etwas dafür zu tun. Es existierte sogar eine Art Ausbildungsanleitung von Ron Turner, einem Delphinforscher, der schon damals mit den noch relativ unbekannten Forschungsergebnissen über operantes Konditionieren des Verhaltensforschers B. F. Skinner aus den fünfziger Jahren vertraut war.  Ron Turners Anleitung war aber recht trocken geschrieben, und den Delphintrainern war es nicht gelungen, sie in die Praxis umzusetzen. Karen Pryor beschäftigte sich intensiv mit diesem Material und erfasste sehr schnell das darin liegende Potenzial. So gelang es denn auch, auf der Basis des operanten Konditionierens nicht nur Meeressäugetiere wie Delphine und Orcawale zu trainieren, sondern sie setzte diese Erkenntnisse auch für alle möglichen anderen Tieren um und erlangte damit weltweit Berühmtheit. Während für die Meeressäuger eine Pfeife als Signal benutzt wird, bedient man sich bei den meisten anderen Tieren eines anderen Geräusches: dem eines Kinderspielzeugs, des Knackfrosches. Viele von Ihnen kennen diese Knackfrösche sicher noch aus ihrer Kindheit.

Meist sind sie aus Metall, und durch das Drücken einer Metallzunge erzeugt man mit ihnen ein Knick-Knack-Geräusch (*Click*). So entstand bald der Ausdruck *Clickertraining*. Zusammen mit Gary Wilkes gelang es Karen Pryor, das Clickertraining auch im Bereich der Hundeausbildung zu etablieren, wo es sich heute zunehmender Beliebtheit erfreut. Inzwischen gibt es auch speziell entwickelte *Profi-Clicker*, die denselben Zweck erfüllen, nur stabiler sind als die Kinderspielzeuge, die bei häufigem Gebrauch doch ziemlich schnell kaputtgehen. *Richtige Clicker* sind rechteckige Plastikboxen, etwa 5cm lang, 2,5cm breit und 1,5cm hoch, an der Oberseite mit einer Aussparung für den Daumen, unter der eine Metallplatte so angebracht ist, dass sie ein Knackgeräusch macht, wenn man mit dem Daumen darauf drückt.

  

Clickertraining – was steckt dahinter?

Im sogenannten Clickertraining (auch unter dem Begriff *Click and Treat* bekannt, was soviel heißt wie Click und Leckerchen), geht es um die Ausbildung von Tieren – in unserem Fall sind das Hunde, dieselben Regeln gelten aber für alle Wirbeltiere, und in der Tat wird das Clickertraining in der ganzen Welt erfolgreich mit den verschiedensten Tieren betrieben – vom Huhn über den Eisbär bis hin zum Lama. Karen Pryor, die das Clickertraining so populär gemacht hat, ist es mit diesem System sogar gelungen, einem Fisch beizubringen, durch einen ins Wasser gehaltenen Reifen zu schwimmen. Wissenschaftlich definiert ist Clickertraining eine kurze Umschreibung für operantes Konditionieren auf der Basis positiver Verstärkung, den systematischen Gebrauch eines Verstärkers einschließend. Mal ehrlich: Wer soll das schon verstehen…? So kompliziert wie in diesem wissenschaftlich formulierten Satz ist es aber gar nicht, und Sie werden sehen: Es macht großen Spaß! Streng genommen braucht man für diese Art des Trainings gar keinen Clicker, ein anderes Signal, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt, tät es auch. Aber da dies nun mal ein Buch über Clickertraining ist, werde ich auch im folgenden Text den Clicker als unser *Werkzeug* benutzen.

Im übertragenem Sinne könnte man das Clickertraining mit dem Schachspiel vergleichen: Die wenigen Regeln sind leicht zu lernen, schon bald kann man anfangen, sie in die Tat umzusetzen. Aber sehr bald merkt man, dass  trotz des überschaubaren, scheinbar geordneten Spielfelds die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Man muss vorausschauend denken und auf die Spielzüge des Gegenübers reagieren. Man kann zwar einen bestimmten Plan verfolgen, diesen aber nicht stur durchziehen, sondern muss auch die Reaktionen des Gegenspielers in die eigenen Aktionen mit einbeziehen. All die gilt auch für das Clickertraining, mit dem feinen Unterschied, dass Sie und Ihr Gegenüber nicht gegeneinander, sondern miteinander spielen. Und anders als im Schachspiel, in dem sich zwei Gegenspieler miteinander messen und es am Ende Gewinner und Verlierer gibt, sind beim Clickern die Beteiligten keine Gegenspieler, sondern Partner, und am Ende gibt es nur Gewinner.

 

Birgit Laser in ihrem Buch:

*Clickertraining – Das Lehrbuch für eine moderne Hundeausbildung*

(Cadmos–Verlags, 2000)

  

 

Empfehlenswerte Literatur:

 

Birgit Laser:

  •  *Clickertraining – Das Lehrbuch für eine moderne Hundeausbildung*

  • *Clickertraining für den Familienhund*

 

Karen Pryor;

  • *Clicker - Positives Lernen für den Hund* 

  • *Positiv bestärken, sanft erziehen. Die verblüffende Methode nicht nur für Hunde.*

 

Martin Pietralla:

  • *Clicker Training für Hunde*

 

  

Empfehlenswerte Websites:

 

 

 

 

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