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„Wer  das  DETAIL  verstehen will,

muss  das  GANZE  betrachten…“

 

Im August 2005 fand in Bielefeld ein Agilityworkshop statt, an dem auch Heidi + Armin Prell mit BELLE teilnahmen. Ich machte mich mit meinen beiden 4beinern, begleitet von Katja mit Border Collie TOKE + Kathrin mit Border Terrier BEN, auf den Weg nach Bielefeld. Heidi erzählte, das auch eine Tierheilpraktikerin da sei, >>der kannst du DOLF doch auch mal vorstellen…<<. Armin verdrehte etwas merkwürdig die Augen und meinte: *Na das ist doch alles Blödsinn... Die fährt mit ihren Händen über den Hund und sagt dir dann, was er hat... So ein Quatsch, das kannste mir nicht erzählen... Von so etwas halte ich ja gar nichts!!!* sprachs und verschwand durch die Tür. Katja und Kathrin sahen sich an und sagten einstimmig: *Das schauen wir uns mal an!!* und schwups waren auch sie durch bereits erwähnte Tür verschwunden! Heidi und ich tranken noch in Ruhe unseren Kaffee, anschließend bereitete Heidi sich für die nächste Trainingseinheit vor und ich machte mich auf die Suche nach Kathrin und Katja. Ich fand die Zwei bei der Tierheilpraktikerin: *Hol mal deine beiden Hunde und lass sie auch anschauen!!!* *Ach ich weiß nicht…* *Doch mach mal, gerade für DOLF könnte es sehr interessant sein...*

Im Juli 1999 hatte mein damals 3jähriger Labradorrüde DOLF einen folgenschweren Unfall. Er lief mir vors Auto und ich fuhr ihm über sein Bein. Die Folge war ein komplizierter Trümmerbruch des rechten Hinterbeines. In einer mehr als 5stündigen OP konnte sein Bein - und damit auch seine Gehfähigkeit gerettet werden. Seitdem meistert DOLF sein Leben mit einem verkürzten rechten Hinterbein, was ihm grundsätzlich keine Probleme bereitet!! Etwa 1,5 Jahre nach dem Unfall machten wir wieder alles das, was wir auch vor dem Unfall gemacht hatten – einschließlich Agility!!! Im Alter von 8 Jahren traten dann die ersten gesundheitlichen Folgeerscheinungen des Unfalls in Form von Rückenproblemen auf. Durch das verkürzte Hinterbein steht die Wirbelsäule schief; eine falsche Drehung und der Rücken ist verrenkt… Es ist immer die gleiche Stelle, die betroffen ist und die Abstände zwischen den einzelnen Vorfällen wurden immer kürzer. Die Genesung dauerte trotz Tierphysiotherapie und komplettem Rückzug aus dem Hundesport immer länger… Im November 2004 hatte DOLF ganz erhebliche Rückenbeschwerden, so dass ich bereits schweren Herzens überlegte, sein Leiden zu beenden, denn er war nicht mehr in der Lage selbstständig aufzustehen, geschweige denn schmerzfrei zu laufen bzw. sich zu bewegen. Er stand unter starken Schmerzmitteln, die nur kurzfristig oder gar nicht für Linderung sorgten. Die Therapie der Tierärzte schlug nach 14 Tagen endlich doch noch an und DOLF rappelte sich wieder auf, aber er war nicht mehr der „alte“ DOLF… Diese 14 Tage im November 2004 veränderten einfach alles… Ich packte DOLF regelrecht „in Watte“, damit es ja nicht wieder zu einem neuerlichen Vorfall kam! Spaziergänge und Basisstraining gab es nur noch eingeschränkt, Agility schon gar nicht mehr. Bloß keine unnötigen Risiken eingehen, es war ja gerade noch einmal gut gegangen… Mir war durchaus klar, dass ich DOLF damit keinen  Gefallen tat, aber ich konnte einfach nicht anders...

DOLF mit Roggensack im Rücken

Ich holte DOLF aus dem Auto und sah zu, wie besagte Tierheilpraktikerin - nennen wir sie ab jetzt doch einfach mal Claudia… - in geringem Abstand mit ihren Händen über meinen DOLF glitt. Ich fragte mich insgeheim, ob Armin mit seiner Aussage nicht doch Recht haben könnte… Claudia traf uns zum ersten Mal und ich hatte ihr gegenüber nichts von den oben beschriebenen Rückenproblemen erwähnt, und wartete nun auf ihre Diagnose. *Könnte es wohl sein, dass dein Hund des Öfteren erhebliche Probleme mit dem Rücken hat...? Und zwar genau hier an dieser Stelle...?* Ich war „baff“ und wusste nicht was ich sagen sollte, zumal Katja und Kathrin mir dann erzählten, dass Claudia so ziemlich genau die Charaktere von BEN und TOKE beschrieben hatte… Nun könnte man meinen, dass das ja eigentlich jeder hätte erkennen können, denn auch mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass ein Hund mit einem verkürzten Bein Probleme mit dem Rücken haben muss. Aber sie bestimmte ganz genau die Stelle, die DOLF die Probleme bereitete, und das konnte sie meiner Meinung nach einfach nicht wissen… Ansonsten wäre DOLF topfit, er sei so ausgeglichen und richtig gut zufrieden, da könne sich noch so mancher „junger Hüpfer“ eine Scheibe abschneiden. *Das kann ja wohl nicht wahr sein, dass du diesen Hund aufs Abstellgleis gestellt hast, das hat der ehrlich nicht verdient!!!* Meine Einwände im Bezug auf den Rücken ließ Claudia ganz einfach nicht gelten. Sie empfahl mir eine entsprechende Behandlung, bei der die Blockade beseitigt und der Rücken unterstützend stabilisiert wird >>danach kannst du in Maßen auch wieder Agility mit ihm machen...<< So also lernte ich Claudia Sors Wunderlich - Thesinga und die AKUPUNKT – MASSAGE (APM)  kennen!!!

APM Workshop bei den Hot Dogs

In der APM sah ich eine Chance für DOLF. Im September 2005 bekam er dann seine 1. APM - Behandlung und sie ist ihm sehr gut bekommen. Da die Behandlung bei DOLF so erfolgreich war und ich die APM noch besser kennen lernen und konkreter nutzen wollte, organisierte ich einen APM – Workshop. Am 15.01.2006 trafen sich dann 17 Teilnehmer mit insgesamt 20 Hunden zu einem SHARAM Workshop >>Fit & Gesund durch APM am Hund<< bei den *Hot Dogs* in Bünde. Referentin war selbstverständlich Claudia Sors Wunderlich – Thesinga.

 

Der Workshopinhalt umfasste im Einzelnen: 

  • Einführung in das Prinzip der Akupunkt – Massage (APM)

  • Grundregeln der Energetik

  • Aktivierung des Energieflusses

  • Narben- und Wundbehandlung

  • Wirkung der Akupunkt – Massage auf den Bewegungsapparat

 

 Die APM hilft dem Hund bei: 

  • Wirbelsäulenproblemen/HD              

  • Spondylose

  • Lahmheiten 

  • Arthrosen

  • Erkältungen/Husten                

  • Ekzeme/Pilzerkrankungen

  • Verdauungsprobleme/Durchfall

  • Narben/Verletzungen

  • Hormonstörungen                   

  • Verhaltensveränderungen

  • Geburtsvor- und Nachbereitung      

  • Scheintracht/Nichtaufnahme

     

Die AKUPUNKT – MASSAGE  hat ihren Ursprung in der *Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)* und beruht auf den Grundlagen der chinesischen Energielehre, wobei primär entlang der Meridiane massiert wird. Aus Sicht der TCM ist die Ursache vieler Erkrankungen eine Störung des Energieflusses. Die *alten Chinesen* ordneten die Lebensenergie *Qi* nach den zwei Komponenten YIN und YANG. Das Ruhige, Passive, der Erde zugewandte, sowie die Herz-, Milz-, Pankreas-, Lungen-, Nieren- und Lebermeridiane sind dem *weiblichen* YIN, das Aktive, Kräftige, der Sonne zugewandte, sowie der Dünndarm-, Magen-, Dickdarm-, Blasen-, Gallenblasen- und Dreierwärmermeridian (Schilddrüsenmeridian) sind dem *männlichen* YANG zugeordnet. YIN und YANG sind Gegenstücke, die sich ergänzen und dabei immer in einem Zusammenhang zueinander stehen. Dies ist symbolisch in der Monade dargestellt. Meridiane sind nach Auffassung der TCM Energiebahnen, durch die die Lebensenergie *Qi* hindurchfließt. Bei den Meridianen geht es letztendlich nicht darum, an Energiebahnen zu glauben, sondern sich diese Energiebahnen vorzustellen!! Bereits 1992 konnten die Meridiane messtechnisch nachgewiesen und aufgezeichnet werden. 2004 gelang es dann einem Forscherteam am *Internationalen Institut für Biophysik* in Neuss, die Meridianstruktur auf der Körperfläche nachzuweisen. Bei einem ausgeglichen Energiezustand der Meridiane befinden sich Körper, Geist und Seele im Einklang!! 

Claudia mach einen *Check Up* bei MASCHA

Nicht nur über die Meridiane und ihre Bedeutung, sondern auch über die *5 Elemente* (Feuer, Erde, Metall, Holz, Wasser) und die *Acht Leitkriterien* der TCM (Yin – Yang; Fülle – Leere; Innen – Außen; Hitze – Kälte) erfuhren wir einiges. Von Heike kam dann irgendwann folgender Einwand: *Das ist ja alles schön und gut, aber mir die Meridiane vorzustellen, fällt mir doch sehr sehr schwer!!! Nervenbahnen und Muskelstränge, die kann ich mir schon vorstellen, aber Meridiane... Nein, das geht beim besten Willen nicht... Und die kann man tatsächlich fühlen...?* Claudias schlichte Antwort war: *JA, die kalte und warme Abstrahlung kann man tatsächlich fühlen!!*. Sie verglich es mit einer Herdplatte bzw. einem Gefrierfach. Wenn man die Hand in einem geringen Abstand über eine  Herdplatte hält, fühlt man die von der Herdplatte ausgestrahlte Wärme und wenn man ein Gefrierfach öffnet, dann spürt man die austretende Kälte. Ähnlich ist es mit den Meridianen, auch sie strahlen eine gewisse Wärme oder Kälte ab, die man fühlen kann. Wenn ich dann wieder mal rein zufällig in Claudias Praxis sitze, sie bei Simones Yorkshire Terrier GRISU einen *Check - up* vornimmt und dann zu mir sagt: *Komm Pia, dass kannst du auch, sag mir was du fühlst!?* sage ich erst einmal: *Ich kann das nicht fühlen* dann kommt von Claudia prompt: *Blödsinn!! Halt den Mund und konzentriere dich!!! Was fühlst du?* Nun ja, wenn ich dann tatsächlich den Mund halte und mich konzentriere, dann kann sogar ich fühlen, dass GRISU im vorderen Rückenbereich warm und im  hinteren Rückenbereich kalt ist, und bei dem was ich inzwischen über die TCM und APM gelernt habe, weiß ich, dass irgendwo der Energiefluss unterbrochen bzw. blockiert sein muss (Staudamm – Prinzip) und GRISU daher ein Problem im Rücken hat. Zwar weiß ich nicht, wo bzw. welcher Meridian betroffen ist und für welche Bereiche oder Probleme er steht, das ist schließlich Claudias Part, sie geht bei einem *Check - up* mit der Hand über jeden einzelnen Meridian und folgt dabei dem Energiefluss, wobei sie erkennen kann, wie sehr jeder einzelne Meridian gefüllt ist und ob evtl. Blockaden vorliegen, den Unterschied aber zwischen warm und kalt, ja den kann auch ICH fühlen…

Claudia zeigt bei SONNIC die richtige *Technik*

Textfeld: Foto: C. Thesinga
Der praktische Teil des Workshops bestand darin, dass wir die *Technik* der Pflege - Massage erlernen sollten. Claudia zeigte uns an ihrem Deutschen Pinscher Rüden SONNIC, wie es richtig gemacht wird, danach war dann einer nach dem anderen dran, seinen eigenen Hund zu massieren. Die restl. Teilnehmer passten genau auf, dass keiner einen Fehler machte. Wichtig ist dabei, immer in Fließrichtung zu massieren. Man beginnt am Kopf und da es sich ja um einen Energiekreislauf handelt, endet man logischerweise auch wieder am Kopf. Besonders sorgfältig sind die Zehen - die so genannten Umschaltstellen – zu massieren. Umschaltstellen sind die End- bzw. die Anfangspunkte der versorgenden Meridiane und sollten daher gut miteinander verbunden werden. Für uns als *Agilitysportler* war es auch wichtig zu wissen, in welcher Form wir unsere Hunde vor bzw. nach einem Agilitytraining oder -turnier vorbereiten können. Beim *Warm Up* vor Beginn des Trainings/Turniers, wird durch ausstreichen der YANG Meridiane der Energiekreislauf *in Schwung* gebracht, damit die Muskeln und Gelenke optimal versorgt sind. Beim *Cool Down* nach dem Training/Turnier wird der Energiekreislauf durch ausstreichen der YIN Meridiane  so beeinflusst, dass die Rekonvaleszenz des Körpers optimal unterstützt wird und der Hund sich ohne weiteres in seine wohlverdiente Ruhephase bringen kann!! Das *Warm Up* muss nicht unmittelbar vor dem Training/Turnier erfolgen, sondern kann durchaus schon vorher zu Hause durchgeführt werden. Das *Cool down* sollte dagegen möglichst bald nach Ende des Trainings/Turniers erfolgen!! Grundsätzlich aber ist wichtig, dass es überhaupt durchgeführt wird!!!

Aufmerksam verfolgen die Teilnehmer, wie Claudia SONNIC massiert

Vor dem und im Anschluss an den Workshop konnten die Hunde Claudia für einen *Check – Up* vorgestellt werden. So wusste jeder anschließend, wie und wofür er die APM bei seinem Hund anwenden konnte bzw. sollte. Claudia ist es besonders wichtig, den Hunden ihren *freien Willen* zu lassen, ob sie diese besondere Nähe des *Check – Up* zulassen wollen. Das Feedback nach dem Workshop war allgemein sehr positiv! Die Zukunft wird zeigen, inwieweit jeder seine Vorsätze umsetzen und die APM für sich und seinen Hund nutzen wird! Claudia ist es wichtig, dass sich langfristig etwas verändert! 

Im Februar 2006 musste ich DOLF an der Innenseite seines rechten Hinterbeins einen Knoten operativ entfernen lassen. Die OP verlief soweit ganz gut und ich konnte DOLF nach etwa 1,5 Stunden wieder mit nach Hause nehmen. 3 Tage später fuhren wir zum Verbandswechsel und Wundkontrolle zum Tierarzt. Es war alles in Ordnung. DOLF bekam Jod auf seine Narbe, einen neuen Verband und zum Schluss noch eine Penicillinspritze. Auf dem Nachhauseweg musste DOLF sich zum 1. Mal übergeben. Als wir 10 Minuten später wieder zu Hause waren, stürzte er aus dem Auto heraus auf den gegenüberliegenden Grünstreifen und hockte sich hin. Als simplen Durchfall kann man das nicht mehr bezeichnen, es war wie pures Wasser, was da heraus geschossen kam. Als DOLF sich wieder zu mir umdrehte, traf mich fast der Schlag. Sein Gesicht war innerhalb von Sekunden auf das doppelte angeschwollen, die Augen waren so gut wie nicht mehr zu sehen und er sah irgendwie aus, wie ein verkapptes Flusspferd… Er torkelte mit mir in die Wohnung und dort stand er dann völlig apathisch in der Ecke und rührte sich nicht mehr, außer dass er sich immer und immer wieder übergeben musste. Da mir das alles nicht ganz geheuer war, rief ich unsere Tierärztin an und sie meinte: *Kommen sie mit ihm wieder her, das hört sich ganz nach einer allergischen Reaktion an!*. Knapp eine halbe Stunde nachdem wir den Tierarzt verlassen hatten, fuhren wir dort wieder vor. DOLF hatte sich während der Fahrt ein weiteres Mal übergeben und war nun auch nicht mehr in der Lage, selbstständig aus dem Auto auszusteigen. Ich trug ihn direkt ins Behandlungszimmer und stellte ihn dort auf den Tisch. Er bekam ein Antiallergikum gespritzt und urplötzlich brach er einfach auf dem Behandlungstisch zusammen… Unsere Tierärztin meinte nach kurzer Untersuchung nur: *Jetzt wird es Zeit, dass wir etwas für seinen Kreislauf tun...* und lief los, um eine Infusion zu holen. Nachdem die Infusion gesetzt war, hieß es warten, denn mehr konnten wir nicht tun. Wir standen um den Tisch herum und hofften, dass DOLF schnell wieder zu sich kam. Zwischendurch schoss es mir so durch den Kopf >>das schafft der nicht, den bekommst du lebend nicht wieder mit nach Hause…<< Und dann dachte ich eigentlich nur noch >>Mensch DOLF, mach keinen Quatsch, ich brauch dich doch noch!! Was soll ich denn ohne dich machen…<< Mir gingen die 10 gemeinsam verbrachten Jahre durch den Kopf, und ich begann mich in Gedanken bereits von ihm zu verabschieden. Aber DOLF wollte noch nicht gehen und nach 2 unendlich langen Stunden kam er langsam wieder zu sich. Nach einer weiteren halben Stunde fuhren wir gemeinsam wieder nach Hause. Die Diagnose lautete letztendlich nicht einfach nur *Allergische Reaktion*, sondern *Anaphylaktischer Schock*, ausgelöst durch das zuvor gespritzte Penicillin.

*(...) Der anaphylaktische Schock ist die stärkste allergische Reaktion vom Soforttyp. Je schneller allergische Reaktionen nach dem ersten Kontakt mit einem auslösenden Allergen auftreten, desto schwerer verlaufen wahrscheinlich die Komplikationen. Ein anaphylaktischer Schock führt zu einem lebensbedrohenden Versagen des Herz -Kreislauf – Systems (...)*

DOLF erholte sich relativ gut, aber auch diese Geschichte hatte deutliche Spuren hinterlassen. Er baute körperlich ziemlich ab und er übergab sich weiterhin mehrmals täglich immer und immer wieder. Nun musste Claudia wieder einmal ran und es richten… Leider wohnt sie nicht gleich um die Ecke, sondern knapp 200km und etwa 2 Stunden Fahrt von Melle entfernt, aber was tut man nicht alles für seinen 4beinigen Freund, und so fuhr ich mit DOLF zu Claudia nach Bergisch Gladbach. Sie machte einen *Check – up* und meinte zu mir: *Seit wann hat DOLF denn wieder Probleme mit dem Rücken?* >>Mit dem Rücken hat er kein Problem, sondern mit dem Magen!!<< *Nein, mit dem Magen hat er KEIN Problem!! Er hat sich den gesamten Schulter-/Nackenbereich verrenkt und das kann durchaus auch Auswirkungen auf den Magen haben. Wann hat er das denn gemacht?* Das musste passiert sein, als DOLF auf dem Behandlungstisch zusammen gebrochen war, eine andere Erklärung hatte ich dafür nicht… Diese letzte Geschichte macht besonders deutlich, dass man eben nicht nur das DETAIL, sondern unbedingt das GANZE betrachten muss, denn nur so kann erfolgreich therapiert werden!! Für mich war nur das DETAIL sichtbar, nämlich dass DOLF sich ständig übergeben musste, was meiner Meinung nach ganz klar ein Problem mit dem Magen war. Claudia aber betrachtete das GANZE und stellte fest, dass der verrenkte Schulter-/Nackenbereich die Ursache für DOLF’s Magenprobleme war. Sie massierte die entsprechenden Meridiane und seit dieser APM Behandlung hat DOLF sich nicht ein einziges Mal mehr übergeben müssen. Außerdem hat er sich seit der 1. APM Behandlung im September 2005 auch kein einziges Mal mehr den Rücken verrenkt (Ausnahme: Nachwirkung der OP im Januar'06) und das, obwohl er manchmal mit CASPAR wie ein *durchgeknallter Teenie* durch den Garten tobt, dass einem Angst und Bange wird und man nicht hinsehen mag, da man eigentlich nur darauf wartet, dass es wieder um seinen Rücken geschehen ist... Ich dachte, wir hätten nun wirklich alles mitgenommen, was man halt so mitnehmen kann - aber denkste... Im November’07 hat DOLF dann bei der Verteilung von Magendrehungen ganz laut *HIER* gerufen - ich hätte gut und gerne darauf verzichten können, aber… Unsere Tierärztin rettete ihm in einer Not – OP das Leben und dachte geistesgegenwärtig auch daran, dass er allergisch auf Penicillin reagiert und dass er dies auf gar keinen Fall haben durfte – ich hätte beim besten Willen nicht mehr daran gedacht… DOLF hat überlebt und es ging ihm sehr schnell wieder richtig gut – was unsere Tierärztin heute immer noch verblüfft bemerkt. Natürlich hatte Claudia auch wieder ihren Teil dazu beigetragen!!

So könnte ich noch das eine oder andere Beispiel mehr aufzählen, aber das würde hier nun doch zu weit führen. Dieser Bericht soll einfach nur zeigen, dass es auch noch andere, nicht minder erfolgreiche Therapiemöglichkeiten gibt, man muss einfach nur bereit sein, sich darauf einzulassen… Allerdings sollte man sich schon sehr genau ansehen, in wessen vertrauensvolle Hände man seinen 4beinigen Freund gibt und es muss sicherlich auch erwähnt werden, dass die APM nicht grundsätzlich den Tierarzt ersetzt. Sollte sich dem einen oder anderen aber doch einmal die Möglichkeit bieten, in die APM *hinein schnuppern* zu können, sollte er diese Chance unbedingt nutzen, es ist wirklich faszinierend. Ein Blick über den *Tellerrand* hinaus, lohnt sich wirklich!

DOLF wird im Oktober 2010 stolze 15 Jahre alt und es geht ihm seinem Alter entsprechend relativ gut! Natürlich hat er in vielem nachgelassen und abgebaut, er schläft sehr viel, das aufstehen geht nur noch recht mühsam, die Länge der Spaziergänge hat sich noch einmal halbiert, die Tobereien mit CASPAR sind längst Geschichte und die derzeitige Hitze von knapp 38°C (Sommer‘10) macht ihm zeitweise auch ein wenig zu schaffen, aber nun ja - so ist das Leben!! Viele unserer alten 4beinigen Freunde sind nicht mehr und mir ist klar, dass auch DOLF nicht ewig bei mir sein wird, aber ich hoffe, dass er mich noch ein wenig weiter durchs Leben begleitet und solange er noch sofort zur Stelle ist, sobald irgendwo etwas Fressbares zu ergattern ist, brauche ich mir noch keine allzu großen Sorgen zu machen… :o))

 

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